Instagram. Eine Fotoplattform auf die viele nicht mehr verzichten können – auch ich nicht (ja, ich gebe es zu. Ich bin ein kleiner Süchtling). Auf die App sollte man besonders nicht verzichten, wenn man über das Internet sich nebenbei etwas dazu verdienen möchte. Ja, mit Instagram Geld verdienen ist möglich!
Wie einige von euch vielleicht auf Snapchat schon mitbekommen haben, habe ich vor einiger Zeit mit Stephan mein erstes Youtube-Video zu diesem Thema gedreht. Da es aber vielleicht doch etwas umfangreicher ist als gedacht, habe ich mich dazu entschieden, einen ausführlicheren Beitrag dazu zu verfassen. Außerdem kann ich mich eindeutig in Schriftform besser ausdrücken als in Videoform :’D

Um es vorab klar zustellen, mit Instagram direkt könnt Ihr kein Geld verdienen. Das geht lediglich nur über Kooperationen mit Unternehmen. Was Ihr aber zuerst befolgen müsst, um überhaupt so weit zu kommen, erkläre ich hier anhand von 5 Schritten.

Kooperation (hier) = eine Zusammenarbeit zwischen einer Firma und einem Influencer (=Beeinflusster; jemand mit einer großen Reichweite auf einem Social Media Kanal). Das Unternehmen stellt dem Influencer also ein Produkt oder eine Dienstleistung zur Verfügung und erwartet im Gegenzug die Vermarktung auf dem (Instagram-) Kanal.

1. Sich auf ein oder mehrere Themen konzentrieren

Ein Unternehmen sucht sich meist Kooperationspartner aus, die die selbe Zielgruppe haben, wie das Unternehmen selbst. Hast du also beispielsweise eine Vorliebe für das Backen und dein Instagramprofil besteht aus vielen leckeren Kuchen- und Backrezepten, so wird es nahelegend sein, dass deine Abonnenten dich genau deswegen verfolgen. Die Wahrscheinlichkeit ist also hoch, dass z.B. eine Firma, die Backmischungen verkauft, lieber mit dir eine Zusammenarbeit startet, als mit einem Kosmetik-Instagram-Profil 😉

Such dir also ein Thema aus, das dir besonders Spaß macht und dich sehr interessiert, denn nur so kannst du auch gute Resultate erreichen :o)  Sobald du deine Nische gefunden hast, können wir zum zweiten Schritt weitergehen …

2. Qualitativ hochwertige Fotos + Feed

Auf einer Fotoplattform ist es natürlich von Vorteil Fotos zu veröffentlichen, die nicht nur gefragt sind, sondern auch eine gewisse Qualität aufweisen. Dafür musst du dir jetzt nicht die teuerste Kamera kaufen, deine Fotos ständig von einem Fotografen machen zu lassen oder die teuersten Bildbearbeitungsprogramme und Apps zu kaufen. Aber im Vergleich zu einer Systemkamera oder Spiegelreflex-Kamera unterscheiden sich die Bilder vom Smartphone natürlich enorm – besonders bei schlechten Lichtverhältnissen.

Wer anfangs nicht bereit ist, so viel Geld auszugeben kann es auch anders machen: Achte einfach darauf, dass die Bilder nicht allzu verpixelt und verschwommen sind. Du folgst doch bestimmt ein paar Instagram Menschen, deren Fotos du bewunderst? Schau dir die Fotos und den Stil etwas genauer an, vielleicht kannst du dir davon nicht nur Inspiration holen, sondern auch eine kleine Scheibe davon abschneiden.

ABER nicht 1:1 kopieren. Versuch deinen eigenen Stil zu entwickeln, indem du beispielsweise bestimmte Filter benutzt.

3. Reichweite erhöhen

Wenn du deine Zielgruppe/n und für die Bilder auch einigermaßen eine bestimmte Struktur gefunden hast, dann werden schon bald die ersten Abonnenten kommen. Hier rate ich dir geduldig zu sein und nicht aufzugeben. Um den Prozess etwas zu beschleunigen und schneller mehr Reichweite zu bekommen, kannst du aber zum Beispiel viel kommentieren oder liken. Es macht mehr Sinn bei größeren Accounts Kommentare zu hinterlassen, als bei Kleineren. Denn bei einem Profil mit 1 Mio. Follower erreichst du logischerweise mehr Menschen als bei jemanden mit 20 Followern. Am besten jedoch suchst du dir Gleichgesinnte – also die, die nicht nur die selben Interessen/Themen auf dem Instagram-Kanal präsentieren wie du, sondern auch das selbe Ziel verfolgen: mehr Abonnenten/ Kooperationen. Durchs gegenseitiges Pushen mit Shoutouts oder Gewinnspielen werden andere Registrierte auf euch aufmerksam.

Tipp von mir: Kommentiere nicht bei jedem beliebigen Account, nur um Aufmerksamkeit zu erlangen. Durch unpersönliche und oft gleiche Kommentare verlierst du an Glaubwürdigkeit und wirst eher uninteressant. Dazu könnt Ihr euch gerne den Beitrag Warum mich Kommentare auf Instagram nerven” durchlesen.

4. Erste Kooperation bekommen

Nun sind wir beim vorletzten Punkt angelangt. Falls die bisherigen Schritte alle brav befolgt wurden und eine gewisse Anzahl an Abonnenten erreicht ist, schreiben dich vielleicht schon die ersten Firmen an. Nein? Dann liegt es vielleicht daran, dass du keine E-Mail-Adresse auf deinem Profil hinterlegt hast :’D Spaß bei Seite, das ist natürlich ganz wichtig, um überhaupt erreicht werden zu können.

Aber falls das dennoch nicht der Fall ist und du nicht länger warten möchtest, gibt es 2 Möglichkeiten, um an ein Unternehmen ranzukommen.

  1. Wenn dich ein Produkt wahnsinnig interessiert und du der Meinung bist, dass es auch für deine Abonnenten interessant sein könnte, kannst du den ersten Schritt machen und selbst eine Mail schreiben. Auf der Webseite des Unternehmens oder oft auch auf Instagram findest du den Marketingansprechpartner.
  2. Gewisse Plattformen bieten für Unternehmen und Influencer eine einfache Gelegenheit, um in Kontakt zu treten. Die Agenturen oder Marken haben das Ziel, eine einflussreiche Person für ihr Produkt zu finden. Der Werbende sollte nicht nur zum Produkt passen, sondern auch das gut vermarkten können. Die Beeinflusster hingegen suchen Partner, um Ihre Dienstleistung auf einem Ihrer Social Media Channel anbieten zu können.

Wie man eine E-Mail richtig formuliert und welche Plattformen es gibt, kannst du in dem Beitrag “Wie bekomme ich eine Kooperation” nachlesen.

5. Aktiv auf verschiedenen Sozialen Netzwerken agieren

Sei nicht nur auf Instagram aktiv, sondern versuche auf verschiedenen Kanälen präsent zu sein. Erstelle dir eine Facebook-Seite, mach dir Twitter, richte dir einen eigenen Blog ein oder sei auf Youtube in Form von Videos publik. Damit erreichst du eine riesige Menschenmenge, die eben nicht auf Instagram unterwegs sind.

Wie ich so mitbekommen habe in den vergangenen Jahren, bevorzugt jeder Internet-User ein bis zwei verschiedene Soziale Netzwerke. Auf Instagram erreichst du, wie ich finde, eher die jüngere Generation. Bei Twitter und Facebook eher die Älteren. Auf Youtube und Blogs treibt sich hingegen jede Altersgruppe rum :D. Schlussendlich bist du für die Unternehmen so noch interessanter.

Persönliche Tipps:

 

Ich hoffe sehr, dass ich mit diesem Beitrag euch weiterhelfen konnte und freue mich natürlich über Feedback/Kritik/Erfahrungsberichte und und und…!

 

21 Comments

  1. Tolle Tipps, ich versuche gerade meinen Instagramaccount bekannter zu machen, da bin ich um jeden Ratschlag dankbar.

  2. Schöner Artikel. Wie lange hat es gedauert bis es bei Dir erste Anfragen gab?

    Viele Grüsse vom MoKoWo Blog

    • vielen Dank! Ich habe für meine erste Kooperation selbst gesorgt, da die Konkurrenz einfach zu groß ist. Hm ansonsten kann ich es dir gar nicht genau sagen leider..ich denke als ich Ca. 5k auf Instagram hatte.
      Liebe Grüße
      Yuliya

  3. Ich finde wirklich ein toller und auch sehr hilfreicher Beitrag! Ganz wichtig finde ich aber auch wie du schon sagst nicht nur an das Geld oder an die Produkte zu denken, sondern den Spaß im Vordergrund zu stellen! man merkt es einfach super schnell, wenn ein Account mit der Werbung übertreibt und jeden Blödsinn als Kooperation annimmt.

    Liebe Grüße und alles Liebe für 2017
    Stephi von http://stephisstories.de

  4. Ein sehr gelungener Beitrag. Ich muss dir bei den Punkten absolut recht geben. Vor allem das Kommentieren erhöht mit Sicherheit deine Reichweite, manchmal kommt es mir allerdings so vor, als sei es mittlerweile schwerer geworden, seine Reichweite bei IG zu vergrößern. Ich wünsche dir von Herzen einen schönen Silvesterabend und einen guten Rutsch ins Jahr 2017. XO Julia http://fashionblonde.de

  5. Leider ist die Erwartung der Unternehmen, was die Reichweite angeht, meist so astronomisch hoch, dass bezahlte Kooperationen nur noch den ganz großen auf IG vorbehalten scheinen. Klar, gegen Produkte gibt es Kooperationen wie Sand am Meer, aber Werbung kostet nun mal Geld und wen ich von Firmen lese, die für Millionen von Euros Fernsehwerbung schalten, dass sie leider kein Budget haben und nur mit Chips/Seife/Handcreme/wasauchimmer bezahlen können, hört der Spaß auf.
    Daher: Gute Tipps, aber leider nicht mehr so leicht umsetzbar mittlerweile. Aber vielleicht dreht sich das Blatt ja irgendwann auch wieder.

    Liebe Grüße,
    Filiz

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  9. Hallo Süße,
    Ich kenne dieses Chaos mit den Unternehmen leider nur zu gut.. Mir gefällt deine Art, wie du die Beiträge rüberbringst übrigens sehr 🙂
    Folge dir nun auf instagram

    Ganz liebe Grüße
    wearthatice

  10. Wow – super!!!!! die Tipps sind allesamt klasse! Wie wäre es zusätzlich mit einem Post, wie sich deine Reichweite monatlich verändert? 🙂 hattest du schon viele Kooperationen über Instagram?

    LG Svenja

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  12. Ich bin sowohl mit dem bloggen als auch mit instagram noch ganz am Anfang. Von daher fand ich den Artikel echt hilfreich

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